Osteoporose Symptome

Osteoporose (Knochenschwund) ist einen Erkrankung der alternden Knochen und ist fuer viele Menschen ein Schreckgespenst des Alters.

Tatsaechlich ist sie eine der haeufigsten Erkrankungen in Deutschland und macht die Knochen mit zunehmendem Alter anfaelliger fuer Knochenbrueche. Deshalb ist es wichtig sich ausgiebig zu informieren.

Definition

Der Begriff Osteoporose kennzeichnet eine Erkrankung, bei der die Knochenmasse kontinuierlich abnimmt. Die Krankheit ist chronisch, macht Knochen und Skelett instabil und beguenstigt Knochenbrueche. Osteoporose kann vereinzelte Knochen betreffen, aber auch auf das gesamte Knochenskelett ausgedehnt sein. Der Mensch unterliegt einem stetigen Abbau der Knochensubstanz. Bis zum 40. Lebensjahr wird mehr Knochen auf- als abgebaut. Ab dem 40. Lebensjahr dominiert der Knochenabbau und jaehrlich wird etwa 1/2 bis 1 % Knochenmasse wieder abgebaut. Bei Osteoporose ist dieser Knochenstoffwechsel gestoert und Knochenmasse wird staerker abgebaut. Menschen mit Osteoporose verlieren mehr Knochenmasse als gesunde Menschen.

2 Formen der Osteoporose:

Primaere Osteoporose

95% aller Betroffenen leiden unter dieser Form, die sich wiederum nach dem Beginn der Osteoporose unterteilen laesst in:

  • Postmenopausale Osteoporose nach den Wechseljahren
  • Altersosteoporose nach dem 70. Lebensjahr

Sekundaere Osteoporose

Sie ist eine altersunabhaengige Form und tritt haeufig als Folge von Stoffwechselerkrankungen oder Stoerungen des Hormonhaushaltes auf, als Nebenwirkung einer Langzeit-Medikamentenbehandlung oder durch Alkohol- oder Nikotin-Abusus.

Osteoporose tritt bei Frauen haeufiger auf als bei Maennern. Etwa 30% aller Frauen nach den Wechseljahren sind betroffen.

Ursachen

Der Knochenschwund hat seine Ursache in einem gestoerten Knochenstoffwechsel, der den normalen Knochenabbau ab dem Alter von 40 Jahren beschleunigt und dazu fuehrt, dass die an Osteoporose erkrankten Menschen mehr Knochenmasse verlieren als gesunde Menschen.

Symptome

OsteoporoseSolange die Knochenmasse nur geringfuegig abgebaut ist, macht die Osteoporose noch keine Beschwerden. Spaeter kann es aber in Folge des fortgeschrittenen Knochenabbaus zu spontanen Knochenbruechen kommen ohne konkrete Ursache. Nach einem Knochenbruch, der durch Osteoporose verursacht ist, koennen starke Schmerzen auftreten und Bewegungen stark einschraenken, wenn nicht gar unmoeglich machen. Wenn - wie beim Oberschenkelhalsbruch - lange Roehrenknochen betroffen sind, koennen die Patienten nicht mehr auf dem betreffenden Bein laufen. Bei Osteoporose brechen aber meistens die Wirbelkoerper. Ein Wirbelbruch verursacht zwar auch starke Schmerzen, aber die Betroffenen verwechseln diesen wegen der heftig einsetzenden Schmerzen die Symptome haeufig mit einem Hexenschuss oder Ischias.

Wirbelbrueche bei Osteoporose ziehen langfristig folgende Probleme nach sich:

  • Die Koerpergroesse schrumpft um mehrere Zentimeter.
  • Es kann sich ein Rundruecken bilden.
  • Die Lendenwirbelsaeule kann sich stark nach vorne verkruemmen.

Wenn die Osteoporose sehr stark voran schreitet, kann es moeglich sein, dass die unteren Rippen den Beckenkamm beruehren. Das ist sehr schmerzhaft. Um die Beschwerden zu lindern, versuchen viele Betroffene, sich weniger zu bewegen und eine Schonhaltung einzunehmen, die wieder Beschwerden durch Muskelverspannungen verursachen kann. Menschen mit fortgeschrittener Osteoporose sind auf Hilfe anderer angewiesen, was die Lebensqualitaet einschraenkt.

Diagnose

Zu Beginn der Osteoporose versucht der Arzt, sich ein Bild zu machen von der Erkrankung. Er fragt nach Stuerzen, Vorerkrankungen, Schmerzen und Risikofaktoren wie Osteoporose in er Familiengeschichte, bestimmte Medikamente, etc. Anschliessend folgt die koerperliche Untersuchung, bei der getestet wird, wie weit der Koerper beweglich ist und wieviel Zeit die Bewegung in Anspruch nimmt. Wenn eine Osteoporose wahrscheinlich ist, werden weitere Untersuchungen durchgefuehrt:

Das wichtigste Verfahren in der Osteoporose-Diagnostik ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Es dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Bei Osteoporose ist die Knochendichte verringert. Auch eine Ultraschallmessung oder eine Computertomographie kann zum Einsatz kommen.

Auf dem Roentgenbild von Osteoporose-Patienten erkennt man, dass ihre Knochen durchlaessiger aussehen als die von gesunden Menschen. Allerdings ist Roentgen nicht zur Frueherkennung geeignet, weil sich die Durchlaessigkeit des Knochens erst zeigt, wenn der Knochenschwund schon mindestens 30 % betraegt. An der Wirbelsaeule auch kann man Grund- und Deckplattenbrueche der Wirbelkoerper erkennen und Keil-, Fisch- oder Plattenwirbelbildungen von Wirbelkoerpern erkennen.

Die Sicherung der Diagnose kann durch eine Knochenbiopsie erfolgen, bei der eine Knochenprobe entnommen wird, geschieht aber nur bei Verdacht auf einen Tumor. Eine Blutuntersuchung zeigt zwar keine Auffaelligkeiten, aber der Arzt kann auf diese Weise andere Erkrankungen ausschliessen, die den Knochenschwund verursachen koennten.

Therapie und Verlauf

Osteoporose TherapieDie Osteoporose-Therapie ist davon abhaengig, wie die Krankheit verlaeuft. Vorrangiges Behandlungsziel ist die Beeinflussung des Knochenstoffwechsels und die Linderung der Schmerzen.

Wenn es zu Knochenbruechen gekommen ist, muessen diese versorgt werden. Wird der Knochenschwund nicht behandelt, werden die Knochen immer bruechiger. Deshalb ist eine fruehzeitige Therapie das A und O. Unterschiedliche Behandlungsmoeglichkeiten kommen in Frage:

Ernaehrung

Sie spielt eine grosse Rolle in der Osteoporose-Therapie. Dabei ist es vor allem wichtig, Untergewicht zu vermeiden, weil es Osteoporose beguenstigt. Zudem braucht der Koerper ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D.

Ueber den Genuss calciumreicher Lebensmittel kann das Risiko von Knochenbruechen gesenkt werden, weil Calcium wichtig fuer den Knochenaufbau und die Stabilitaet ist. Bei Osteoporose ist es wichtig, taeglich mindestens 1.000 bis 1.500 mg Calcium zu sich zu nehmen, etwa durch Kaese, Milch oder Milchprodukte. Auch Brokkoli, Gruenkohl, Huelsenfruechte und Vollkornbrot enthalten viel Calcium. Zusaetzlich kann der Arzt bei Bedarf Calciumpraeparate verordnen.

Ausserdem ist es wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu achten. Vitamin D beguenstigt die Einlagerung von Calcium in den Knochen. Zu 90 % wird es vom Koerper selbst gebildet unter Einfluss von Sonnenlicht. Lebensmittel enthalten kaum Vitamin D, so dass hier die Ernaehrung allein nicht ausreicht, sondern durch Vitamin-D-Praeparate ergaenzt werden muss.

Aber Vorsicht: Sowohl Calcium- als auch Vitamin-D-Praeparate duerfen nur nach aerztlicher Ruecksprache eingenommen werden, weil Calcium-Praeparate fuer Menschen mit Nierensteinen schaedlich sind.

Unbehandelt kann die Osteoporose den schon aufgezeigten Verlauf nehmen und immer wieder zu Knochenbruechen und Verformungen des Skelettes fuehren.

Vorbeugung

Eine gesunde Ernaehrung, ein ausgewogener Lebensstil und ausreichend Bewegung koennen eine wirksame Vorbeugung gegen Osteoporose sein, besonders vor dem Hintergrund, dass Osteoporose schwer zu behandeln ist.

Wenn bis zum 40. Lebensjahr nicht darauf geachtet wird, dass Knochenmasse aufgebaut wird, ist das Risiko von Osteoporose im Alter gross. Darueber hinaus muss der Koerper mit Calcium und Vitamin D versorgt werden - entweder durch Kaese und Milchprodukte oder durch calciumreiche Nahrungsergaenzungsmittel in Absprache mit einem Arzt. Taeglich mindestens 30 Minuten im Freien sind ebenfalls wichtig.

Alkohol und Rauchen koennen Osteoporose beguenstigen und sollten deshalb nur in Massen genossen werden. Untergewicht in jungen Jahren kann ein Osteoporose-Risiko darstellen.



Ueber OsteoporoseSymptome

Wir betreiben OsteoporoseSymptome.com mit dem Ziel Menschen aller Altersgruppen die noetigen Informationen zu bieten um zu entscheiden ob sie an Osteoporose leiden. Wir hoffen Ihnen ein klein wenig mit Ihrem Problem zu helfen. Bedenken Sie jedoch, dass haeufig ein Arztbesuch die sichere Variante ist, denn mit seiner Gesundheit sollte man nicht spassen.