Osteoporose Behandlung

Das Krankheitsbild der Osteoporose wird durch den Abbau von Knochensubstanz und die daraus resultierende Verringerung der Knochendichte und eine poroese Knochenstruktur charakterisiert, wodurch die Anfaelligkeit gegenueber Knochenbruechen steigt. Bei der Osteoporose Behandlung geht es speziell um die Minderung des Knochenabbaus und die Schmerzlinderung durch Medikamente, Bewegungstherapie und operative Eingriffe.

Klassifikation

Viele Frauen leiden nach der Menopause an einer Primaeren Osteoporose, da diese mit dem Alter sowie dem Hormon- und Kalziumstoffwechsel zusammenhaengt. Aber auch Maennern koennen an einer Primaeren Osteoporose erkranken. Sie tritt meist ab dem 70. Lebensjahr auf und haengt mit dem Alter und einem Mangel an Bewegung, Vitamin D und Kalzium zusammen.

Eher selten tritt die sogenannte Sekundaere Osteoporose auf, die durch andere Erkrankungen, wie z.B. einer Schilddruesenueberfunktion, Diabetes mellitus oder entzuendlich-rheumatische Erkrankungen, hervorgerufen wird.

Therapie

Osteoporose BehandlungPatienten, die an einer Osteoporose erkrankt sind, werden vielfaeltig behandelt. Das Ziel der Osteoporose Behandlung ist die Reduktion des Knochenabbaus und die Senkung des Frakturrisikos. Aber auch die Erhaltung der Lebensqualitaet wird mit in die Behandlung eingeschlossen.

Da bei der Osteoporose nicht genug Kalzium in den Knochen eingespeichert werden kann, bekommen Betroffene eine medikamentoese Zufuhr von Kalzium und Vitamin D, welches die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) anregt. Vor allem bei bereits bettlaegerigen Patienten wird auf eine ausreichende Vitamin D Zufuhr geachtet, da ihnen die Sonneneinstrahlung fehlt und der Koerper das Vitamin D nicht selbststaendig synthetisieren kann.

Im Gegenzug koennen auch Biphosphonate verabreicht werden, die die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) hemmen. Dabei ist darauf zu achten, dass Biphosphonate nicht mit kalziumhaltigen Nahrungsmitteln eingenommen werden, da sich dann die Wirkung aufheben wuerde. Die Behandlung mit Biphosponaten erfolgt ca. 3 Jahre.

Auch Calcitonine wirken dem Knochenabbau entgegen. Sie werden entweder subkutan injiziert oder mittels eines Nasensprays verabreicht. Viele Patienten leiden bei der subkutanen Verabreichung unter Uebelkeit und Erbrechen. Das Nasenspray ist hingegen besser vertraeglich.

Bei Frauen in der Postmenopause wird in der Osteoporose Behandlung oft eine Hormonsubstitution mit Oestrogen durchgefuehrt. Diese Behandlung dauert mindestens 5 Jahre. Hierbei ist auf die erhoehte Thrombosegefahr sowie das erhoehte Brustkrebsrisiko zu achten. Das zugefuehrte Oestrogen kann auch zu Bluthochdruck fuehren.

Die Schmerztherapie bei der Osteoporose Behandlung zeichnet sich durch die Verabreichung von Analgetika, aber auch durch Massagen, Bewegungstherapie und Entspannungsuebungen aus.

Bei der Bewegungstherapie wird vor allem auf ein knochenschonendes Training geachtet und ruckartige Bewegungen vermieden. Es wird mithilfe eines Physiotherapeuten ein Programm erstellt, wobei auch auf die Wassergymnastik zurueckgegriffen wird. Die Bewegung soll die Muskulatur aktivieren und die Knochenstruktur festigen. Ausserdem wurde eine verbesserte Wirkung der Medikamente in Kombination mit Bewegung verzeichnet.

Waerme- und Kaeltebehandlungen koennen ebenfalls einen positiven Effekt nach sich ziehen. Waerme foerdert die Durchblutung und lockert die Muskulatur. Kaelte wirkt gegen Entzuendungen und ist schmerzlindernd.

Leidet ein Patient unter Rueckenschmerzen, so koennen diese durch eine Stufenlagerung gemindert werden. Dabei legt der Patient seine Beine auf einen Schaumstoffblock, sodass Hueft- und Kniegelenke in einem 90 Grad-Winkel liegen. Dadurch wird die Muskulatur entspannt und es setzt eine Schmerzlinderung ein.

In der Osteoporose Behandlung wird auch teils auf eine minimal-invasive Operationstechnik zurueckgegriffen. Dabei wird bei Wirbelkoerperfrakturen ein spezieller Knochenzement eingespritzt, um den Wirbel von innen zu stuetzen.

Osteoporose ErnährungDie Betroffenen werden auch zu einer gesunden, ausgewogenen Ernaehrung angeleitet, wobei gruendlich darauf geachtet wird, dass bestimmte Nahrungsmittel vermehrt, andere hingegen nur selten zu sich genommen werden. Um den Alltag zu meistern, erklaert eine Diaetassistentin die richtige Ernaehrung. Haeufig wird Seefisch empfohlen, da er einen erhoehten Vitamin D Anteil vorweist. Auch eine erhoehte Kalziumaufnahme durch Milchprodukte wird bevorzugt. Dementgegen sollten Nahrungsmittel mit einem hohen Phosphatanteil gemieden werden. Hierzu gehoeren unter anderem colahaltige Getraenke, Wurst, Schokolade, aber auch Bier und Wein.

Da die Betroffenen ein erhoehtes Knochenbruchrisiko aufweisen sollte das Sturzrisiko stark gemindert werden. Auch dieser Aspekt der Praevention gehoert der Osteoporose Behandlung an. Dabei ist ganz besonders auf festes Schuhwerk zu achten, aber auch Teppiche und Kabel werden schnell zu Stolperfallen. Kabel sollten moeglichst an den Fussleisten entlang angebracht werden und Teppiche faltenfrei verlegt und befestigt werden. Laeufer und andere freiliegende Teppiche sollten wegen der Stolpergefahr nicht in der Wohnung ausgelegt werden.

Auch sollten ausreichend Lichtquellen vorhanden sein, die die Wohnung gut beleuchten. Schon das Stossen an einem Moebelstueck kann zu Knochenbruechen fuehren.

Um das Gehen zu erleichtern kann den Betroffenen ein Rollator angeboten werden. Dieser unterstuetzt sie im Alltag und foerdert die Mobilitaet.

Spezielle Einstiegshilfen fuer die Badewanne oder ein Duschhocker lassen den Betroffenen eine groesstmoegliche Selbststaendigkeit und schuetzen ihre Intimsphaere.

Es koennen Gehhilfen, wie ein Rollator, angeboten werden.

Patienten, die ein erhoehtes Sturzrisiko aufweisen koennen durch sogenannte Hueftprotektoren zusaetzlich geschuetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Kunststoffpolster, dass in eine Hose eingenaeht ist. Diese Hose kann ueber der Unterwaesche getragen werden. Sie schuetzt bei einem Sturz das Hueftgelenk und kann dadurch eine Fraktur des Oberschenkels verhindern.

Praevention

Osteoporose TherapieDurch ausreichend Bewegung in jungen Jahren kann die maximale Knochenmasse aufgebaut werden und schuetzt spaeter vor Osteoporose. Dazu zaehlen Gymnastik und Schwimmen, aber auch Wandern und leichte koerperliche Arbeit. Ausserdem muessen taeglich ungefaehr 1500mg Kalzium aufgenommen werden und ausreichend Vitamin D. Hingegen sollte auf Nikotin und Alkohol verzichtet werden, da sie als Antagonist des Kalziums wirken. Auch zu viel Zucker und Koffein schadet den Knochen.



Ueber OsteoporoseSymptome

Wir betreiben OsteoporoseSymptome.com mit dem Ziel Menschen aller Altersgruppen die noetigen Informationen zu bieten um zu entscheiden ob sie an Osteoporose leiden. Wir hoffen Ihnen ein klein wenig mit Ihrem Problem zu helfen. Bedenken Sie jedoch, dass haeufig ein Arztbesuch die sichere Variante ist, denn mit seiner Gesundheit sollte man nicht spassen.